Heja Sverige 2026
Glänzende Ausstellung charakterstarker Schweden-Autos
Fotos: Caspar Türler, Urs Emmenegger, Markus Schmid.
Text: Caspar Türler, Saabine und Volvodimir.
„Heja Sverige“ – hopp Schweden! Unter diesem stolzen Titel lud eine liebevoll kuratierte Palette der skandivischen Automobilkunst zum zweiten Mal kostenlos zum Staunen, Verweilen und Geniessen ein. Unter den 112 thematisch gruppierten Vierrädern waren praktisch alle Saab und Volvo-Modelle seit den 40ern sowie weitere schwedische Hersteller wie Jösse Car, Polestar und Königsegg zu sehen.
Das Programm mit seinen vielen Highlights liess die Herzen der Fans und Zuschauer spürbar höher schlagen, konnten sie doch darüber hinaus an einer dreifachen Jubiläumsfeier teilnehmen:
– 40 Jahre SAAB Cabriolet (1986-2012, 297’000+ Exp.)
– 60 Jahre VOLVO Serie 140 und (1966-1974, rund 1’200’000 Exp.)
– 70 Jahre VOLVO Serie 120/130 „Amazon» (1956-1970, ca. 667’000 Exp.)
Schwedische Autos sind von und für Individualisten, schwedische Autos haben Persönlichkeit. Das stellte diese Ausstellung klar unter Beweis. Zumal all die verschiedenen, mit viel Knowhow und dem Gedanken ans Fahrerwohl geschaffenen Kunstwerke fast alle noch eigenwillig dekoriert, optimiert oder lackiert waren.
Eine grosse Abwechslung und dauerhafte Verflechtung von Qualitätsmerkmalen sind die Quintessenz: Dauerhaftigkeit, Langlebigkeit, Zuverlässigkeit, zeitlose Eleganz, Sparsamkeit eine grosse Fangemeinde, welche die alten und neueren Schätzchen nicht nur spazieren fährt, sondern immer wieder braucht. Die einen rausgeputzt, die anderen mit sichtbaren Spuren der Zeit.
Wo wir grade beim Lack sind: Eine Ausnahme gab es: Der Star der Show, ein brandneuer Königsegg „Jesko“, fiel mit seinem Kleid aus verwobener schwarzer Kohlefaser ohne Lackierung auf. Beziehungsweise wird der fertigungsbedingte Lack von Hand minutiös auf die fischgratähnlich verschränkte Faserschicht abgeschliffen. Dadurch konnten beim durchoptimierten 1600 PS-Boliden (Spitze: 500 km/h) 20 Kg Gewicht eingespart werden.
Die mutiplen hundert Besucherinnen und Besucher, vom Säugling bis zum weit über 80-jährigen Fahrer, waren jedenfalls hell begeistert. Nicht zuletzt vom reibungslos funktionierenden open-air-Restaurant mit schwedischen Fleischbällchen, Bratwürsten, Zimtschnecken und mehr. Die Crew aus Einheimischen und Freunden aus Tschechien leisteten ganz Arbeit und liessen niemanden hungrig stehen.
Fazit: Diese zweite Wikinger-Auto-Ausstellung in Buochs liess wirklich niemanden kalt. Selbst das zusammengenähte Schocker-Händchen im Briefkasten des „Undertaker-Buckel“ wirkte freundlich. Gleich daneben Gabriela Stadelmann bei ihrem roten Volvo Duett, der über und über mit warmen Strickwaren beladen einen tollen Blickfang hergab. Ihre handgemachten Kreationen waren – dem Publikum angepasst – nicht einfach mit Weste oder Halstuch angeschrieben, sondern z.B. „Ersatzblech“ oder „Motorhaubenabdeckung!“
Zwar keine Ersatzteile, doch jede Menge Literatur, Modelle und Fan-Artikel zu Volvo und Saab gab es gleich daneben im Shop-Zelt zu kaufen. Der Andrang war erfreulich. Die Hitzetage dieses Jahrhundertsommers 2026 hinter sich lassend, deckte sich manche Schrauberin und mancher Sonntagsfahrer für den Winter ein.
Das OK zog eine durchwegs positive Bilanz und bedankt sich bei allen Helfern und Unterstützern, bei der Gemeinde, bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern und bei den vielen Gästen, Besuchern und Passanten!
Fotogalerie
1) Begrüssen, orientieren, einweisen
2) weiter einweisen und justieren bis alles steht
3) Muskelprotz Jesko im eng anliegenden Karbon-Anzug
4) Klassische Kunstwerke soweit das Auge reicht
Und der Rollator? Hauptsache, 4 Räder! Ausserdem gilt auch für ihn: Volvo – ich rolle, ich fahre…




























































































































































































































































